Hoverboard Elektro Scooter

Hoverboard Test

Das Fortbewegungsmittel der Zukunft? Das Hoverboard

Hoverboards sind selbstbalancierende Skateboard ähnliche Fahrzeuge, welche die Reifen seitlich angebracht haben. Durch diese Anordnung der Räder sind sie extrem wendig. Das Gefährt ist ideal, die nähere Umgebung zu erkunden und kurze Strecken zu überbrücken. Manche fahren damit im Haus umher. Wer das Hoverboard in Urlaub mitnehmen möchte, sollte sich vorab erkundigen, ob die Fluggesellschaft das Board transportiert und wie die rechtliche Situation im jeweiligen Land aussieht.


Für wen ist ein Hoverboard geeignet?

Die Sensoren reagieren erst bei einer bestimmten Belastung. Bei einigen Boards ist die Steuerung per Gewichtsverlagerung schon ab 20 kg Körpergewicht möglich, häufiger jedoch erst ab 30 oder 40 kg. Die Gewichtsobergrenze liegt bei den meisten Boards zwischen 100 und 120 kg. Das Hoverboard ist daher am besten für Teenager und nicht zu schwere Erwachsene geeignet. Daneben gibt es spezielle Hoverboards für Kinder, die weniger wiegen und geringere Abmessungen haben. Ideal ist eine Reifengröße von 4,5 oder 6,5 Zoll. Die Hersteller empfehlen, das Board erst ab acht Jahren zu nutzen, wenn der Gleichgewichtssinn entsprechend ausgeprägt ist.


Wer darf ein Hoverboard fahren (ab Juni)

  • Hoverboards unter 12km/h ab 12 Jahren
  • Hoverboards über 12km/h bis 20km/h ab 14 Jahren (versicherungspflichtig)

Wo darf es gefahren werden (ab Juni)

Hier muss man wieder bei der Höchstgeschwindigkeit differenzieren:

  • Hoverboards langsamer als 12km/h: Gehweg, Radweg, Straße
  • Hoverboards schneller als 12km/h: Radweg, Seitenstreifen, Fahrbahn

Vorteile

  • hoher Fun-Faktor
  • Hände werden nicht zum Fahren gebraucht
  • müheloses Fortbewegen
  • leicht zu tragen
  • leicht zu verstauen
  • kann in der Wohnung benutzt werden
  • abgasfreies Fahren (umweltfreundlich)
  • geräuscharmes Fahren
  • schafft leichte bis mittelschwere Steigungen
  • Mitnahme auch im ÖPNV erlaubt
  • je nach Modell offroad einsetzbar

Nachteile

  • nicht für jedes Körpergewicht geeignet
  • nicht bei jeder Witterung nutzbar
  • vergleichsweise hohe Verletzungsgefahr
  • schlecht beleuchtet

Arten von Hoverboards

Hoverboards sind noch eine recht junge Erscheinung, doch gibt es bereits verschiedene Kategorien, die jeweils ihre Vor-und Nachteile haben.

Typ

Erklärung

Straßen Hoverboard

Ein Straßen Hoverboard hat etwas kleinere Reifen mit einer Größe von 6,5 bis etwa 8 Zoll. Das macht das Board sehr wendig. Für den urbanen Lifestyle stehen ganz verschiedene Designs von klassischem Schwarz bis verspieltem Roségold zur Auswahl.

Vorteile

  • günstig
  • kompakt
  • vielen Farben und Designs

Nachteile

  • Fahrkomfort eingeschränkt
  • nicht empfehlenswert bei schlechtem Wetter

Offroad Hoverboard

Vorteile

  • mehr Stabilität
  • große Reifen ermöglichen Fahren über unebenes Gelände
  • mehr Komfort im Einsatz

Nachteile

  • unhandliche Bauweise
  • eingeschränkte Auswahl bei Farbe und Design

Unterwegs auf freiem Gelände ist das Offroad Hoverboard die beste Wahl. Seine Luftreifen haben eine Mindestgröße von 10 Zoll, daneben sind auch Modelle mit 12 Zoll-Reifen erhältlich. Die Luftreifen sorgen für eine höhere Belastbarkeit, was bei Fahrten über Stock und Stein für Komfort sorgt. Die Auswahl an Designs und Farben präsentiert sich eingeschränkter, im Vordergrund steht Geländetauglichkeit.

Hoverboard Bluetooth

Die Bluetooth-Technologie erlaubt, das Hoverboard kabellos mit dem Smartphone zu verbinden. Während der Fahrt kann Musik über Lautsprecher abgespielt werden. Das erhöht unterwegs den Spaßfaktor.

Vorteile

  • Anbindung an das Smartphone möglich

Nachteile

  • Bluetooth-Verbindung oft störanfällig
  • teuer

Alternativen

Nicht immer ist das Hoverboard die beste Wahl. Das sind die Alternativen:

Alternative

Erklärung

E-Scooter

Der Elektro-Scooter ist ein Zweirad ohne Pedale und die Weiterentwicklung des klassischen Tretrollers. Ein Abstoßen mit dem Bein ist nicht notwendig, die Fahrt wird stehend ausgeführt.

Monowheel

Das Monowheel oder Solowheel verfügt nur über ein Rad. Gestanden und gefahren wird auf zwei Trittflächen, die sich neben dem Rad befinden.

E-Skateboard

Das E-Skateboard wird entweder mit einem Keilriemen- oder Radnabenmotoren angetrieben und mit einer Fernbedienung gesteuert. Manche Modelle erreichen Spitzengeschwindigkeiten von über 40 km/h.

Funktionsweise Hoverboard Elektro Scooter

Um zu verstehen, wie Hoverboards funktionieren gibts hier eine kurze Einführung:


Antrieb

Das Hoverboard besitzt zwei Räder, die an den Seiten des Boards angebracht sind. Sie werden durch Motorkraft angetrieben. Dieser Elektromotor wird von einem Lithium-Ionen-Akku versorgt. Eine Lenkung ist nicht notwendig. Sobald das Board eingeschaltet ist und Druck sowie Gewichtsverlagerung an die Sensoren in der Trittfläche gemeldet werden, werden die sich an der Seite befindlichen Räder angetrieben. Unter der Trittfläche befindet sich die Elektronik zum Auswerten der durch die Sensoren übermittelten Daten, die dann schließlich zum Motorsteuerung gelangen.


Motor

Die Motorleistung variiert zwischen 200 und 400 Watt pro Motor, sodass bei 350 Watt die Gesamtleistung des Boards 700 Watt beträgt. Nabenmotoren werden auch beim E-Bike verwendet und sind zuverlässig und wartungsarm.


Balance

Im Board ist ein Bewegungssensor verbaut. Dieser erkennt blitzschnell die Verlagerung von Gewicht. Im Stillstand steuert der Motor dann so gegen, dass das Hoverboard immer waagerecht bleibt. Dieses Feature erlaubt auch die Steuerung durch die Verlagerung des Gewichts. Das Board beschleunigt, sobald sich nach vorne gelehnt wird und bremst ab, sobald die Bewegung des Körpers nach hinten geht. Das Fahren erfordert am Anfang einige Übung, denn wir als Menschen versuchen selber unsere Schieflage auszugleichen, das arbeitet jedoch gegen die selbstbalance des Hoverboards. 


Worauf bei Kauf achten?

Sicherheit

Beim motorisierten Skaten steht Sicherheit an oberster Stelle. Beim Kauf eines Hoverboards ist darauf zu achten, dass Mindeststandards eingehalten werden. Erkennbar ist das an verschiedenen Prüfzeichen.

UL 2272 Norm

Das von den Underwriters Laboratories vergebene, unabhängige Zertifikat garantiert mechanische und elektrische Unbedenklichkeit sowie die Umweltverträglichkeit.

C-Zeichen

Dieses Pflichtsiegel besagt, dass die damit gekennzeichneten Waren allen europäischen Sicherheitsnormen entsprechen.

CCCE-Zeichen

Das CCCE-Zeichen ist relevant für Produkte, die auf dem chinesischen Markt angeboten werden und besagt, dass sämtlichen chinesischen Sicherheitsstandards entsprochen wird.


FCC-Siegel

Das Hoverboard emittiert elektromagnetische Wellen. Eine US-Behörde testet die Verträglichkeit und verleiht für den amerikanischen Markt das entsprechende Siegel bei Unbedenklichkeit.


RoHS-Zertifikat

Wenn elektrische Geräte in die EU importiert werden, dürfen weder Bleiverlötungen noch die giftigen Flammenhemmer benutzt werden. Das RoHS-Zertifikat beschränkt den Einsatz problematische Stoffe.


Leistung

Beim Hoverboard liegt die Einzelleistung im Schnitt zwischen 200 und 400 Watt, was für die Motorkraft 400 bis 800 Watt bedeutet.


Akku / Ladezeit

Zwischen zwei und fünf Stunden braucht ein Hoverboard, bis es komplett aufgeladen ist. Wie lange der Akku hält, ist bei den Herstellern unterschiedlich. Zwei Stunden sind der Schnitt. Einige statten die Boards mit einem Extra-Akku aus.


Reichweite

Zwischen 10 und 20 km liegt die übliche Reichweite. Ein gutes Hoverboard informiert den Fahrer per LED oder akustisches Warnsignal, wenn der Akku leer ist. Manche Hersteller geben keine Kilometer, sondern die Minuten an. In diesem Fall kann die Reichweite ausgerechnet werden. Ein Hoverboard, dessen Akku zwei Stunden hält und das 15 km/h fährt, legt 30 km zurück. Im Praxistest schafft niemand, die Höchstgeschwindigkeit permanent beizubehalten, sodass die Reichweite meist kürzer ist.


Gewicht

Das Hoverboard für Kinder wiegt etwa 8 kg. Modelle für Erwachsene bringen das Doppelte auf die Waage. Ein Offroad Hoverboard weist mit rund 20 kg das höchste Gewicht auf.


Räder

Die Reifengröße wird in Zoll angegeben. Für Kinder bis 50 kg sind 4,5 Zoll geeignet. Jugendliche und kleine Erwachsene fahren mit 6,5 Zoll am besten, wer größer ist, wählt 8 oder 10 Zoll. Bei günstigen Hoverboards sind Hartgummireifen Standard. Wer mehr Komfort möchte, sollte darauf achten, dass es sich um Luftgefüllte reifen handelt.


Geschwindigkeit

Stimmen die Gegebenheiten, schafft ein gutes Hoverboard 15 km/h, manche sogar 20-30 km/h. Wichtig ist die Steigung, die ein Board bewältigen kann. 15 % Steigung sind der Standard, hochwertige Boards schaffen 30 %.


Gewichtsbelastung

Die meisten Boards reagieren erst ab einer Belastung von 20 kg Körpergewicht. Die Obergrenze liegt in der Regel zwischen 100-120 kg.


Schutzausrüstung

Das Hoverboard ist mit rasanter Geschwindigkeit unterwegs. Kinder und Erwachsene sollten immer angemessene Schutzkleidung tragen.


Erklärung

Helm

Eine Helmpflicht für das Hoverboard besteht in Deutschland nicht. Hoverboard-Fahrer sind ähnlich gefährdet wie Radfahrer. Wie eine Statistik zeigt, sind 5-10 % aller Radunfälle Kopfverletzungen.

Ellenbogenschoner

Am Ellenbogen besteht bei einem Sturz die Gefahr von Abschürfungen und Frakturen. Protektoren, wie sie beim Inlineskaten oder Skateboarden getragen werden, leisten gute Dienste.

Handgelenkschoner

Handschuhe schützen Handgelenke und Finger. Außerdem wärmen sie bei Touren im Winter. Zum Einsatz kommen Fahrrad-oder leichte Motorradhandschuhe. Ein Plus an Sicherheit bieten Handgelenkschützer für Skater.

Knieschoner

Das Knie ist bei einem Sturz besonders exponiert für Verletzungen. Auch hier empfiehlt sich, auf Skaterbedarf zurückzugreifen.

Hersteller

Hersteller

Info

Alien Board

Das Alienboard trägt das Siegel UL 2272, das weltweit Gewähr gibt, dass ein Hoverboard kein Feuer fängt. Das BatWings Hoverboard richtet sich an alle, die es extra cool mögen.

Segway

Segway war das erste Unternehmen, welches angefangen hat PLEVs zu Produzieren. Später wurde Segway von Ninebot aufgekauft. Daher trägt das Hoverboard beide Namen.

Robway

Die Akkus der Hoverboards von Robway sind vom TÜV Rheinland geprüft. Charakteristisch sind ein tolles Fahrgefühl sowie ein stylishes Design.

Cat

Cat ist ein Berliner Hersteller, der ein Fahrgefühl wie Schweben verspricht. Angeboten werden verschiedene Modelle in unterschiedlichen Preisklassen, die ultimativen Fahrspaß auch auf schwierigem Gelände versprechen.

Razor

Der US-Hersteller überrascht immer wieder mit Innovationen. Das Hoverboard hat eine selbst balancierende Funktion und ist mit einem Akku zum Wechseln ausgestattet.

Wheelheels

Wheelsheels ist ein deutscher Hersteller, der alle im Visier hat, die es gerne rasant mögen. Die Hoverboards haben eine Leistung von bis zu 400 Watt und eine Geschwindigkeit von 30 km/h.

Viron

Ein Hoverboard von Viron ist hochwertig verarbeitet und hat eine solide Ausstattung, die den Anschluss des Smartphones erlaubt. Der Hersteller fällt durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auf.

Cool & Fun

Cool & Fun stellt vergleichsweise leichte und flinke Boards her, die mit einer Motorleistung von zweimal 300 Watt arbeiten. Mit 15 km/h reicht eine Akkuladung für rund 20 km Fahrspaß.

Bluewheel

Hochwertige Verarbeitung und futuristisches Design zeichnen ein Hoverboard von Bluewheel aus. Die Boards erfüllen höchste Sicherheitsstandards und punkten mit LED-Beleuchtung.

Xiaomi

Ninebot mischt auch bei dem chinesischen Hersteller Xiaomi mit. Da Ninebot Segway aufgekauft hat, präsentieren sich die Xiaomi-Boards als Mischung aus einem Segway und einem Hoverboard.

Hoverboard kaufen

Ein Hoverboard kann sowohl online als auch im stationären Handel gekauft werden. Erfahrungsgemäß sind die Preise im Netz etwas günstiger.


Mediamarkt

Mediamarkt bietet ein gut aufgestelltes Sortiment an Hoverboards von Markenherstellern, die sowohl in den Filialen als auch über das Internet bezogen werden können.


Ebay

Das Internetauktionshaus eBay ist eine echte Fundgrube für Hoverboards in allen Preisklassen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass europäische Sicherheitsnormen erfüllt werden. Neben Auktionen und der Sofort-Kaufen-Option sind die Kleinanzeigen interessant, wenn zum Einstieg ein gebrauchtes Hoverboard gesucht wird.


Amazon

Viele Boards von renommierten Marken – das Sortiment bei Amazon überzeugt auch bei Hoverboards. Da ein starker Wettbewerb zwischen den einzelnen Händlern herrscht, können Kunden oft von Schnäppchenpreisen profitieren.


Zubehör

Es gibt eines an Zubehör, um das Hoverboard sicherer oder gemütlicher zu machen. Am wichtigsten ist eine entsprechende Schutzkleidung. Für Lagerung und Transport bietet sich eine entsprechende Hülle an. Mit einem als Hoverheat oder Hovercart bezeichneten Rahmen lässt sich das Gefährt im Sitzen steuern. Dabei kommt es im Vergleich zu weniger Stürzen und das Hoverboard ist ähnlich wie ein Go-Kart unterwegs. Eine gute Idee ist zudem eine Lenkstange, die Halt gibt und vor allem Anfängern ein sicheres Fahrgefühl schenkt.


Zulassung

Hoverboards sind noch nicht offiziell zugelassen, aber eine Verordnung wird spätestens Juni erscheinen. Es ist davon auszugehen, dass sie ähnlich oder genau gleich sein wird wie die Verordnung und Zulassung für Elektrokleinstfahrzeuge mit Lenkstange (siehe Verordnung Elektrokleinstfahrzeuge).


Versicherung

Bevor das neu gekaufte Hoverboard zugelassen wird, muss eine Versicherung abgeschlossen werden. Diese kostet in etwa ab 60€ im Jahr. Hier geht es zum Hoverboard Versicherungsvergleich.


Hoverboard Test Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat sich dem Thema Hoverboard bislang noch nicht ausführlich angenommen. Da das Fun-Gefährt sich einer steigenden Beliebtheit freut, kann in naher Zukunft damit gerechnet werden. In ihrem Magazin hat die Stiftung Warentest einige Artikel veröffentlicht, die sich rund um das Thema Sicherheit beim Hoverboard drehen.


Fragen

Wo darf ich mit dem Hoverboard fahren?

Ausschließlich auf privatem Gelände, da sonst ein Bußgeld droht. Nachdem die Zulassung durch ist dürfen Hoverboards die langsamer als 12km/h fahren auf Fußwegen und Radwegen fahren. Schnellere Hoverboards müssen Radwege, Seitenstreifen und Straßen nutzen.


Welche Hoverboard Marke ist gut?

Im Bereich Hersteller sind einige empfehlenswerte Marken genannt.


Welche Hoverboard sind gefährlich?

Im Bereich Sicherheit sind Kriterien und Prüfsiegel aufgelistet, die beim Kauf eines Hoverboard berücksichtigt werden sollten.


Was kostet ein Hoverboard?

Die Preise für ein gutes Hoverboard starten bei 100 Euro. Von allzu billigen Geräten unbekannter Hersteller ist Abstand zu nehmen, da diese ein Sicherheitsrisiko darstellen.


Wann explodiert ein Hoverboard?

Ein Hoverboard kann explodieren, wenn sich das Ladegerät überhitzt und entzündet. Betroffen davon sind meist aus Asien importierte, sehr günstige Geräte, deren Akkus und Ladegeräte schlecht verarbeitet sind.


Wie schnell ist ein Hoverboard?

Die meisten Boards schaffen zwischen 6 und 15 km/h, starke Modelle kommen auf 20-30 km/h. Zulassungsbedingt sind sie aber auf 20km/h beschränkt außer die Drosselung wird mit Hoverboard Tuning aufgehoben.


Wie lange kann man mit einem Hoverborard fahren?

Je nach Akkulaufzeit zwischen einer und drei Stunden.

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