E-Scooter Sharing Vergleich

E-Scooter gehören in zahlreichen Metropolen der Welt seit einiger Zeit zum normalen Straßenbild. Nach dem Inkrafttreten der Verordnung dürfen E-Scooter auf Radwegen und auf der Straße bewegt werden, der Gehweg ist weiterhin tabu. In den USA und weiteren Ländern ist E-Scooter Sharing seit einiger Zeit ein fester Teil des urbanen Alltags. Mit der neuen Verordnung hält dieses Modell in Deutschland Einzug und bietet zahlreiche Vorteile für die Mobilität in deutschen Städten.

E-Scooter Sharing Anbieter

Folgende Anbieter sind in Deutschland mit dem Sharing-Dienst in verschiedenen Städte vertreten:

In welchen Städten gibt es E-Scooter Sharing Anbieter?

Liste wird aktualisiert…

Warum E-Scooter Sharing nutzen?

Die neue Verordnung trägt zu einer Entlastung des urbanen Verkehrs bei. Die kleinen Flitzer überzeugen mit entscheidenden Vorteilen – sie sind wendig, leise und handlich, produzieren keine unangenehmen Abgase und benötigen keine Parkplätze. Für die berüchtigte “last mile” sind sie ideal, da sie kurze Strecken ohne lästigen Stau bewältigen. Alternativ zur Neuanschaffung eines E-Scooters bietet sich die Nutzung von E-Scooter Sharing an.

Für kurze Strecken ist das Auto unpraktisch. Neben Benzinkosten und Staugefahr sorgt zusätzlich die Parkplatzsuche für einen erhöhten Stresslevel. E-Scooter Sharing ist eine umweltfreundliche Alternative, bei der diese Faktoren nicht anfallen. Das Sharing-Konzept ist erfreulich unkompliziert und bietet eine problemlose Handhabung. Die Anschaffung eines eigenen Flitzers ist mit hohen Kosten verbunden, die beim E-Scooter Sharing entfallen. Zudem sind die Kosten für die Nutzung des Angebotes erfreulich gering und sind abhängig vom Nutzungsumfang. Willst du doch lieber einen E-Scooter kaufen, schaue in unseren E-Scooter Test, dort findest du die besten E-Scooter.

Wer darf E-Scooter Sharing nutzen?

Beim E-Scooter Sharing spielt das Alter des Nutzers eine große Rolle. Nach den Vorgaben der geplanten Verordnung des BMVI muss der Fahrer mindestens 15 Jahre alt und im Besitz eines Mofaführerscheins oder einer anderen Fahrerlaubnis sein. Für die Nutzung eines E-Sharing Angebotes müssen neben den gesetzlichen Anforderungen die Bedingungen des jeweiligen Dienstleisters beachtet werden. Je nach Anbieter ist ein Mindestalter von 16 bis 18 Jahren erforderlich, für Kinder ist die Nutzung generell untersagt. Einige Unternehmen verlangen die Authentifizierung per Führerschein, dies ist nicht bei allen Dienstleistern erforderlich. In der Regel darf mit dem E-Scooter das Stadtgebiet oder ein bestimmter Einzugsbereich nicht verlassen werden.

Wie funktioniert das Sharing

Meist ist für das E-Scooter Sharing eine ähnliche Vorgehensweise erforderlich. Für die Nutzung von E-Scooter Sharing sind wenige Schritte erforderlich. Nach dem Herunterladen der App des jeweiligen Anbieters erfolgt online eine Aufladung des Guthabens. Vereinzelt kann die Zahlung erst nach dem Ende der Fahrt erforderlich sein. Per App lokalisiert der Kunden die verfügbaren Scooter und erhält zu jedem Fahrzeug eine Angabe zum aktuellen Ladestand. Häufig kann das Fahrzeug für kurze Zeit reserviert werden. Für die Nutzung wird der QR Code gescannt und anschließend kann der E-Scooter gefahren werden. Nach der Fahrt wird das Fahrzeug abgestellt und die Freigabe per App übermittelt.

Bei den meisten Dienstleistern gibt es keine festen Stellplätze, anhand der QR Codes kann der Standort in der Regel problemlos lokalisiert werden. Ebenfalls relevant sind die Nutzungszeiten. Zum Schutz vor Vandalismusschäden sammeln viele Dienstleister die E-Scooter am Abend zu einer bestimmten Uhrzeit ein.

Kostenvergleich für das E-Scooter sharing

Ein überzeugendes Argument für die Nutzung von E-Scooter Sharing ist der Kostenfaktor. Im Vergleich mit anderen Mobilitätsmodellen zeigen sich die Einsparmöglichkeiten der Sharingangebote.

E-Scooter
Ein eigener E-Scooter kostet nach Ausstattung und Qualität zwischen 500 und 2.400 Euro. Nach dem Inkrafttreten der Verordnung ist für die Nutzung des E-Scooters im Straßenverkehr ein Versicherungsplakette erforderlich. Die Kosten der E-Scooter Versicherung liegen hier je nach Versicherungsgesellschaft und Versicherungsumfang bei rund 30 bis 70 Euro im Jahr. Eine Aufladung kann an herkömmlichen Steckdosen erfolgen. Die Höhe der Stromkosten für die Aufladung des E-Scooters ist abhängig von der Nutzungshäufigkeit sowie vom jeweiligen Stromtarif. Grob berechnet liegen die Kosten bei rund einem Euro pro 100 km. Bei einer Nutzungsdauer von fünf Jahren und einer jährlichen Laufleistung von 1.000 km ergibt sich folgende Rechnung:

Anschaffungskosten (2.000 Euro : 5.000 km) = 0,4 Euro pro km
Versicherungskennzeichen (Durchschnittswert: 50 Euro pro Jahr) = 0,05 Euro pro km
Stromkosten (10 Euro / 1.000 km) = 0,01 Euro
Gesamtkosten pro km (0,4 Euro + 0,05 Euro + 0,01 Euro = 0,46 Euro

Beim E-Scooter Sharing fallen keine Anschaffungskosten an. Die Anbieter gewähren eine minutengenaue Abrechnung und der durchschnittliche Preis liegt bei rund 15 Cent pro Minute. Wird das Fahrzeug für wenige Minuten genutzt, bietet sich das Sharingmodell als preisgünstige Alternative mit voller Kostenkontrolle an. Bei einer jährlichen Laufleistung von 1.000 km (tägliche Nutzung = 10 Minuten) ergibt sich folgende Rechnung:

10 Minuten * 0,15 Euro = 1,50 Euro
5 Tage pro Woche / 52 Wochen pro Jahr = 390,00 Euro
Gesamtkosten pro km (390,00 Euro : 1.000 km) = 0,39 Euro

Bus
Die Kosten für eine Busfahrt hängen von der Entfernung sowie der jeweiligen Zoneneinteilung ab. Ebenfalls relevant ist die Art des gekauften Tickets, den neben Einzeltickets sind Tages-, Wochen-, Monatstickets und weitere Varianten erhältlich. Wenn Berufspendler ein Monatsticket nutzen, sind die umgerechneten Kosten im Vergleich zum Tagesticket deutlich geringer. In Köln kostet ein Monatsticket im Abo je nach Kategorie beispielsweise zwischen 64,50 und 253,00 Euro. Bei einer Strecke von 1.000 km ergibt sich beim günstigsten Ticketpreis folgende Berechnung:

Jahreskosten Ticket (12 * 64,50 Euro) = 774,00 Euro
Gesamtkosten pro km (774,00 Euro : 1.000 km) = 0,77 Euro

Straßenbahn
In Städten mit Straßenbahnnetz werden neben Einzel- und Tagestickets günstigere Monatstickets und andere Varianten angeboten. In Berlin gibt es beispielsweise das Firmenticket für 691,60 Euro pro Jahr. Bei einer Strecke von 1.000 km ergibt sich folgende Berechnung:

Jahreskosten Ticket = 691,60 Euro
Gesamtkosten pro km (691,60 Euro : 1.000 km) = 0,69 Euro

Taxi
Für die meisten Berufspendler ist das Taxi aufgrund hoher Kosten keine Option. In Berlin wird beispielsweise zusätzlich zur Grundgebühr von 3,90 Euro ein Kilometerpreis 1,50 bis 2,00 Euro erhoben. Für die Strecke von 1.000 km ergibt sich ein Gesamtpreis von mindestens 1.500 Euro pro Jahr (1.000 km * Kilometerpreis: 1,50 Euro = 1.500 Euro). Zu diesem Kilometerpreis kommen noch die Kosten der Grundgebühr von 3,90 Euro pro Fahrt hinzu.

Eigener Pkw
Für die meisten Deutschen ist das eigene Auto unverzichtbar. Viele Menschen unterschätzen den Kostenfaktor und übersehen, dass zu den Anschaffungskosten zusätzlich die Kosten für den Unterhalt anfallen. Derzeit liegen die durchschnittlichen Preise pro Liter bei 1,37 Euro (Benzin) und 1,24 Diesel (Stand: Februar/2019). Bei einem Verbrauch von 7 L pro 100 km und einer jährlichen Fahrleistung von rund 1.000 km betragen die Kosten für den Benziner 95,90 Euro und für den Diesel 86,80 Euro pro Jahr. Zusätzlich zu den Benzinkosten fallen Versicherungsbeiträge, Kfz-Steuern sowie Wartungs- und Reparaturkosten an. Bei Anschaffungskosten von 10.000 Euro, einer Nutzungsdauer von fünf Jahren und einer gefahrenen Strecke von 1.000 km pro Jahr ergibt sich folgende Berechnung:

Anschaffungskosten (10.000 Euro : 5.000 km) = 2,00 Euro pro km
Versicherungbeitrag (Durchschnittswert: 250 Euro pro Jahr / 1.000 km) = 0,25 Euro pro km
Benzinkosten (1,37 Euro pro Liter bei 7 Liter pro 100 km) = 0,10 Euro
Kfz-Steuer (Beispielwert für Benziner: 30,00 Euro pro Jahr) = 0,03 Euro
Gesamtkosten pro km (2,00 Euro + 0,25 Euro + 0,10 Euro + 0,03 Euro = 2,38 Euro

Ökologisches Fußabdruck

Neben der Kostenersparnis ist für viele Kunden die umweltfreundliche Nutzung ein entscheidendes Argument. Ein Vergleich der ökologischen Fußabdrücke verschiedener Verkehrsmittel zeigt die vorbildliche Bilanz der E-Scooter.

E-Scooter
Die kleinen Flitzer verbrennen kein Benzin, verbreiten keine üblen Gerüche und sind angenehm leise. Derzeit existieren noch keine abschließenden Studien zur Ökobilanz der Elektrokleinstfahrzeuge. Anhand einer einfachen Formel kann die Emission eines E-Scooters einfach berechnet werden. Am Beispiel des Modells Metz Moover ergibt sich folgendes Rechenbeispiel:

Batteriekapazität : Reichweite (250 Watt : 20 km) = 12,5 (Energieverbrauch pro Kilometer)
Energieverbrauch/km * Emissionen pro Wattstunde (12,5 * 0,528) = 6,6 g pro km

Bus
Bei einem Linienbus im Nahverkehr beträgt der Ausstoß von Treibhausgasen rund 75 g/Pkm (Gramm pro Personenkilometer). Im Fernverkehr liegt der Wert bei 32 g/Pkm.

S-Bahn
Die S-Bahn schlägt mit 65 g/Pkm zu Buche.

Taxi
Ein Taxi legt im Vergleich zum Privatfahrzeug durchschnittliche die sechsfache Strecke zurück – entsprechend hoch ist der CO2 Ausstoß. Beim Weltklimagipfel in Paris hatte ein internationales Netzwerk der Taxizentralen beschlossen, den CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 auf weniger als 60 g CO2 pro Kilometer zu beschränken. Dies bezieht sich ausschließlich auf Taxiunternehmen, die diese Vorgabe freiwillig erfüllen. Nach Angabe des ADAC können moderne Taxis aufgrund der niedrigen Verbrauchswerte jährlich rund neun Tonnen CO2 einsparen.

Eigener Pkw
Ein privater Pkw besitzt eine durchschnittliche Auslastung von 1,5 Personen pro Fahrt. Entsprechend negativ fällt die Umweltbilanz aus, denn der Ausstoß von Treibhausgasen eines Privatfahrzeuges liegt bei rund 140 g/Pkm.

Wer läd die E-Scooter auf?

Für die Nutzung ist erforderlich, dass der gewählte E-Scooter ausreichend geladen ist. Die Kunden können die Angebote der Dienstleister ohne Bedenken nutzen, denn die Aufladung wird immer von den Externen-Unternehmen vorgenommen. Häufig zeigt die Anzeige in der App die verbleibende Ladung der verfügbaren E-Scooter an. Eine Aufladung durch den Kunden ist somit bei keinem Unternehmen erforderlich. Die Mitarbeiter haben per App einen Überblick über die freien E-Scooter sowie den Ladestand des jeweiligen Flitzers. In der Regel werden die E-Scooter nachts aufgeladen. Der Anbieter Wind.co plant im Gegensatz zu vielen Konkurrenten den Einsatz von Wechselakkus, die bei Bedarf von Mitarbeitern ausgewechselt werden.

Wer wartet die E-Scooter?

Ebenso wie die Aufladung wird auch die Wartung von den Dienstleistern übernommen. Die E-Scooter werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf repariert. Bei Coup soll eine speziell entwickelte App diesen Vorgang optimieren, dieses Konzept befindet sich derzeit noch in der Planung.

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