E-Skateboard

E-Skateboard Test

Cruisen ohne Kraftaufwand: Das E-Skateboard

Ein Elektro-Skateboard ist ein Skateboard, das mit einem Elektromotor (Nabenmotor) ausgestattet ist. Auch Longboards gibt es als Variante mit Elektromotor. Die E-Boards fahren selbstständig und müssen nicht durch Muskelkraft bewegt werden. Dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das viele Skater mit dem Surfen oder Snowboarden vergleichen. Ursprünglich waren E-Skateboards ein reines Freizeitsportgerät, doch dank der kommenden Erlaubnis für E-Kleinstfahrzeuge könnten sie in naher Zukunft die Elektromobilität auf deutschen Straßen spannender machen.


Für wen ist ein E-Skateboard geeignet?

Zum Fahren benötigt man eine relativ gute Balance und eine gewisse Fitness. Man steht freihändig auf dem E-Board und sollte das Gleichgewicht auch in Kurven oder auf unebenen Strecken zuverlässig halten können. Außerdem werden die E-Boards ähnlich wie normale Skateboards gelenkt, also durch sanftes Verlagern des Körpergewichts – wer stark schwankt, fährt keine gerade Linie. Vieles kommt natürlich mit der Zeit von selbst, wenn man regelmäßig übt. Wer aber große Probleme mit dem Gleichgewicht hat, sollte eventuell auf ein E-Skateboard verzichten. Es gibt generell Elektro Skateboards für jedes Niveau. Anfänger gewöhnen sich mit schwächeren E-Boards an die motorisierten Boards und erfahrene Skater geben mit den High-End-E-Boards Vollgas. Für Kinder sind Elektro-Skateboards nur bedingt geeignet – hier sind Elektroskateboards empfehlenswert, die langsam fahren und somit leichter zu kontrollieren sind.


Elektro-Skateboard-Typen

Auf dem Markt finden sich verschiedene Arten von E-Boards, die jeweils ihre Vorteile und Nachteile haben. Welches Board man kauft, hängt sehr von den persönlichen Vorlieben und dem Einsatzgebiet ab.

E-Board Typ

Erklärung

E-Pennyboard oder E-Mini Board

Genau wie normale Pennyboards sind die elektronischen Elektro Skateboards extrem klein und kompakt gebaut. Das macht sie nicht nur leicht, sondern auch sehr wendig. Allerdings haben sie meistens eine geringe Reichweite und fahren nicht ganz so schnell wie andere Typen. Ihr geringes Gewicht und die meist eher kleine Bereifung führen zu einem eher unruhigen Fahrverhalten. E-Pennyboards sind eine günstige Option, um kürzere Strecken in der Stadt zu überbrücken.

E-Longboards

E-Longboards und liegen angenehm ruhig und stabil auf der Straße, denn sie sind im Vergleich zu anderen Elektro Boards deutlich schwerer und größer gebaut. Gewicht und Größe sind eventuell nicht für jedermann bequem zu transportieren. Sie sind in der Regel teurer als kleinere Elektroskateboards, bieten aber auch eine höhere Reichweite und erreichen höhere Geschwindigkeiten. Durch Ihre Bauart sind E-Longboards wiederum nicht so wendig wie kleinere Boards.

Hoverboards

Hoverboards sind die wendigsten E-Boards: Sie können extrem enge Kurven fahren und sich sogar auf der Stelle drehen. Sie sind leicht, sehr klein und kosten wenig. Dafür sind bei vielen elektro Boards die Höchstgeschwidigkeit und Reichweite relativ niedrig. Das Fahrverhalten ist vergleichsweise unruhig.

E-Skateboard Offroad

Vor allem E-Longboards gibt es auch mit stärkeren Motoren und größerer, teils luftgefüllter Bereifung. Die Elektro Motoren leisten zwar normalerweise eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit, liefern dafür aber ein höheres Drehmoment. Die Kombination aus Leistung und Offroad-Bereifung sorgt dafür, dass anspruchsvolleres Gelände befahren werden kann. Dafür sind die Elektro Boards allerdings auch größer, schwerer und für den Alltag eher etwas zu sperrig.

Alternativen

Wenn es mit dem E-Skateboard nicht klappt kannst du noch auf folgende Alternativen umsteigen:

  • Elektro-Scooter
  • Pedelec
  • Monowheel
  • Hoverboard
  • Aufbau eines Elektro-Boards

    Ein E-Skateboard ist grundsätzlich wie ein normales Skateboard aufgebaut, das mit ein paar Extras aufgerüstet wurde.


    Motor

    Die meisten Elektro Skateboards haben einen einzelnen Elektromotor, der versteckt sitzt. Es gibt aber auch E-Boards mit zwei Motoren – meist handelt es sich um besonders leistungsstarke Geräte, z. B. fürs Gelände.


    Board

    Das Deck kann bei E-Skateboards aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen. Es gibt Boards aus Holz, Fiberglas, Kunststoff und vielen weiteren Materialien. Die Oberseite des Decks ist meist aufgeraut, strukturiert oder beschichtet, um dem Fahrer mehr Halt zu bieten. Unter dem Board sitzt der Akku.


    Steuerung

    Normalerweise ist die Steuerung per Fernbedienung Standard bei E-Skateboards aber bei machen Modellen auch per App möglich.

    Fernbedienung

    Die Fernbedienung bleibt während der Fahrt in der Hand und steuert Gas und Bremse. Meist gibt es einen Gashebel oder einen Knopf, der bequem mit dem Daumen zu erreichen ist. Manche Elektro Skateboards ermöglichen auch weitere Funktionen wie die Wahl des Fahrmodus. Damit die Fernbedienung nicht verloren geht gibt es je nach Modell eine Schlaufe fürs Handgelenk oder eine ergonomische Form, die sicher in der Hand liegt. Je nach Hersteller gibt es auch Fernbedienungen, in denen ein Display integriert ist. Hier sieht man beispielsweise die aktuelle Geschwindigkeit oder den Akkustand des Boards.

    App

    Einige Geräte können optional per Smartphone gesteuert werden. Die App bietet die grundlegenden Kontrollen über Beschleunigung und Bremse. Außerdem lassen sich manche E-Boards umfassend per App konfigurieren und auswerten. Zur Steuerung muss das Smartphone während der gesamten Fahrt in der Hand behalten werden.


    Fahrmodi

    Viele Elektroskateboards bieten mehr als einen Fahrmodus. So können Anfänger beispielsweise den langsamen Modus nutzen, um sich in Ruhe an das elektronische Skateboard zu gewöhnen. Ein Energiesparmodus verlängert die Akkulaufzeit, erreicht aber dafür meist nicht die maximale Geschwindigkeit oder beschleunigt merklich konservativer. Einige E-Boards bieten auch einen Sportmodus, in dem deutlich rasanter beschleunigt wird – auf Kosten des Akkus. Manche Boards fürs Gelände bieten auch einen besonders leistungsfähigen Modus, der Steigungen von 20% und mehr überwinden kann.


    Elektro-Skateboard kaufen – Worauf muss man achten?

    Das Angebot ist inzwischen sehr groß. Neben dem Einsatzgebiet gibt es auch noch folgendes zu beachten:


    Motor / Leistung & Geschwindigkeit

    Die Motorleistung gibt Hinweise darauf, wie schnell ein E-Skateboard auf die angegebene Höchstgeschwindigkeit beschleunigt und wie gut es Steigungen überwindet. Schwächere Motoren sind meist eher für leichte Fahrer und überwiegend gerade Strecken zu empfehlen. Geräte mit Brushless-Motor sind langlebiger und können notfalls auch manuell genutzt werden, z. B. wenn der Akku leer ist. Ein bürstenloser Motor ist deshalb empfehlenswert und wird in den meisten Elektro Skateboards verbaut.


    Akku / Reichweite

    Die Kapazität des Akkus ist ein wesentlicher Faktor dafür, wie weit man mit dem E-Skateboard kommt. Außerdem hängt die Reichweite vom Gewicht des Fahrers, der Strecke und der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Die Bandbreite ist groß und bietet alles zwischen 10 und 30 Kilometern Reichweite. Wer regelmäßig lange Strecken mit dem E-Board fahren möchte, sollte also auf die entsprechende Reichweite achten. Auch wichtig sind die Ladezeiten. Ein kleiner Akku muss kein Hindernis sein, wenn das Board in 1 – 2 Stunden wieder voll aufgeladen ist.


    Gewicht

    Auch das Gewicht spielt bei Elektro-Skateboards eine Rolle, denn die Elektroskateboards sind merklich schwerer als herkömmliche Boards ohne Antrieb. Herkömmliche Skateboards wiegen grob zwischen 1 und 2,5 kg, während vor allem elektrische Longboards teils auch mehr als 6,5 kg wiegen können. Außerdem kommt es auf das Gewicht des Fahrers an. Manche Elektroskateboards lassen zum Beispiel eine maximale Belastung von 100 kg zu, während andere auch 120 kg und mehr tragen können.


    E-Skateboards in Deutschland – aktuelle Rechtslage

    Bisher waren E-Skateboards in Deutschland offiziell noch nicht im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt. Doch bald ist es soweit: Voraussichtlich dürfen die elektrischen Boards ab dem Frühjahr 2019 ganz legal auf deutschen Straßen fahren. Der Gesetzesentwurf ist fertig und wird in Kürze in Kraft treten. E-Skateboards, die schneller als 20 km/h fahren, werden weiterhin nicht im öffentlichen Straßenverkehr erlaubt sein.

    Geschwindigkeit

    Erklärung

    Unter 12 km/h

    E-Boards, die nicht schneller als 12 km/h fahren, müssen nicht extra zugelassen werden. Sie können voraussichtlich überall ohne Einschränkung gefahren werden.

    Über 12 km/h bis max. 20 km/h

    E-Boards mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und mit einer maximalen Leistung von 500 Watt müssen versichert werden. Die Versicherung muss jederzeit in Form einer Versicherungsplakette nachweisbar sein. Die Plakette wird als Aufkleber gestaltet sein und kann z. B. unter dem E-Board versteckt aufgeklebt werden. Der Gesetzesentwurf für Elektro Skateboards sieht vor, dass die Fahrzeuge hauptsächlich auf Radwegen fahren sollen. Eine Helmpflicht soll es bislang nicht geben, das Mindestalter wird bei 14 Jahren liegen.

    E-Skateboard Versicherung

    Die gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsplakette bekommt man nur, wenn man eine entsprechende E-Skateboard Versicherung abschließt. Die Versicherung für E-Skateboards wird vermutlich ab etwa 60 EUR pro Jahr zu haben sein. Wie bei den meisten Fahrzeugversicherungen ist zu erwarten, dass sich die Preise nach dem Alter des Versicherungsnehmers richten werden. Sprich je jünger der Fahrer ist, desto teurer wird die Elektro-Skateboard Versicherung.


    Hersteller & Marken

    Akku

    Erklärung

    Evolve Skateboard

    Evolve spezialisiert sich auf E-Longboards mit hohem Anspruch an Performance, Qualität und Design. Viele Evolve Elektroskateboards sind auch fürs Gelände erhältlich oder können sehr einfach mit Offroad-Rollen umgerüstet werden.

    Boosted

    Boosted hat Longboards und Mini-E-Boards im Angebot. Die kleinen Elektro Skateboards schaffen trotz ihrer unscheinbaren Größe laut Hersteller Steigungen von bis zu 20 %.

    Mellow

    Mellow bietet E-Skateboards und E-Longboards Made in Germany an. Außerdem gibt es von dem Hersteller Antriebe für E-Skateboards separat zu kaufen.

    Mo-Bo

    Mo-Bo bietet eine große Auswahl an hochwertigen Elektro Skateboards. Hier gibt es sowohl E-Skateboards, als auch E-Longboards in der gehobenen Preiskategorie.

    Skatey

    Skatey hat ein großes Sortiment an preiswerten Skatey E-Boards für den Alltag, fürs Gelände und auch für Kinder im Angebot.

    Yuneec

    Yuneec hat ein E-Skateboard und ein E-Longboard im Programm. Bei diesen Yuneec Elektro Skateboards sticht vor allem die hohe Reichweite und das schlichte, moderne Design ins Auge.

    Schutzkleidung

    Spezielle Schutzkleidung ist zwar für E-Skateboards nicht vorgeschrieben, hat aber dennoch ihre Vorteile.


    Helm

    Eine Helmpflicht gibt es wie bereits erwähnt nicht. Doch gerade Anfänger und Leute, die gerne flott unterwegs sind, sollten zu ihrer eigenen Sicherheit nicht auf einen Helm verzichten.


    Schutzausrüstung für Kinder

    Für Kinder empfehlen sich zusätzliche Schoner für Knie, Ellenbogen und Handgelenke, damit beim Spielen keine ernsthaften Verletzungen entstehen.


    Tipps zum Fahren

    Der Umstieg auf ein E-Skateboard erfordert ein wenig Übung. Auch, wer viel Erfahrung auf dem Deck hat, muss sich zunächst an die Fahreigenschaften eines E-Boards gewöhnen. Zum Üben sucht man sich am besten eine große, ebene Fläche ohne Hindernisse. So hat man genug Freiraum, um sich in Ruhe an die flotten Bewegungen mit Elektroantrieb zu gewöhnen und minimiert das Risiko für Verletzungen. Es ist normal, dass selbst erfahrene Skater am Anfang die Balance verlieren und ab und zu vom Deck fallen. Wer noch nie mit einem Skateboard gefahren ist oder nur wenig Erfahrung hat, sollte eventuell sogar erst mit einem herkömmlichen Board einsteigen. Der Bewegungsablauf ist anfangs ungewohnt und der Körper muss sich erst daran gewöhnen. Mit der Zeit werden die Bewegungen flüssig und der Körper baut die nötigen Muskeln auf. Nach ein bis zwei Monaten Übung sollte man dann sicher genug sein, um auf die elektrische Variante umsteigen zu können. Außerdem sind normale Boards erheblich günstiger. Falls man feststellt, dass man doch keinen Spaß am Skaten hat, ist der finanzielle Verlust noch zu verschmerzen.


    Gas & Bremse

    Am sichersten fährt es sich, wenn man sanft beschleunigt und frühzeitig bremst. Abruptes Bremsen kann zu Stürzen führen und zusätzlich andere Verkehrsteilnehmer überraschen.


    Kurven

    Vor Kurven sollte man die Geschwindigkeit zurücknehmen. Wer zu rasant in die Kurve geht, kann ins Rutschen geraten, das Gleichgewicht verlieren oder durch die entstehenden Kräfte vom Board fallen. Nach der Kurve kann dann wieder frei beschleunigt werden.


    Manuell Anhalten

    Beim Fahren mit dem E-Skateboard sollte man sich nicht rein auf die integrierte Bremse verlassen. Falls die Technik einmal versagt und nicht zuverlässig bremst, sollte man einen Plan B haben. Manuelles Anhalten gelingt zum Beispiel, indem man das Board mit einem Fuß auf der Straße ausbremst. Sicherheitshalber sollte man die Technik ein paar Mal auf einer freien Fläche üben. So lernt man das E-Board besser kennen und ist auf den Notfall vorbereitet.

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